BAD KREUZNACH (31.01.18) – Dornenwand wird erneuert / Sanierungsarbeiten am längsten Gradierwerk

 

 

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Bad Kreuznach
SANIERUNGSARBEITEN AM LÄNGSTEN GRADIERWERK

 

 

Quelle (auch Foto): Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH (GuT)

 

BAD KREUZNACH (31.01.18) – Das mit 310 Metern Ausdehnung längste Gradierwerk des Salinentales, gleich gegenüber der Freibadwiese, hat eine ganz großen Vorzug: es ist nur aus Holz gebaut – kein Beton. Nur kleine Bruchsteinfundamente stützen die Holzkonstruktion.

Somit sind ihm die Korrosionsprobleme der Betonfundamente der drei anderen Gradierwerke beiderseits fremd.

Doch die Bedornung fordert Pflege, sie muss mindestens alle 15 Jahre erneuert werden.

Das ist in diesem Winter die Aufgabe von fünf Arbeitern der GuT, die für die Unterhaltung der Saline verantwortlich ist.

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Zunächst haben sie die spröde gewordene Bedornung auf 60 Metern Länge ausgeräumt, jetzt sind sie dabei die Fächer wieder zu befüllen.

Zuvor hatte sich ein Holzgutachter ein Bild vom Zustand der Konstruktion verschafft: Einige tragende Balken wurden ausgetauscht. Komplett erneuert wird beim Austausch der Dornen die Belattung, die den Schwarzdornzweigen Halt gibt, an denen im Betrieb das Salzwasser herab perlt.

Die alten Dornen heraus holen, die neuen Schwarzdornbündel (aus Polen angeliefert) auf die passende Länge schneiden, 8.000 Mal Schwarzdornbündel wie früher bei der Heuernte mit der Gabel anreichen und dann jedes der Bündel einbauen und feststampfen. Seit 280 Jahren wird im wesentlich so gearbeitet.

Die Sorgfalt entscheidet über die Qualität der Dornenwand.

Wird flüchtig bedornt, schnurren die elastischen Zweige im Laufe der Zeit wieder auseinander und es bilden sich große Lücken.

Besonders wichtig ist, die Dornenfächer mit rund 125 Volumen zu befüllen, das heißt, die Dornen mit großem Kraftaufwand hinein zu pressen. Eine scheinbar passgenaue, aber nicht ausreichend dichte Befüllung sackt nach wenigen Jahren in sich zusammen.

Natürlich haben die GuT-Gradierwerker Alkesandr Jap, Bernhard Schweizer, Hajo Gellweiler und Marius Siek mittlerweile jede Menge Erfahrung, um das zu verhindern und wissen vor allem um die Bedeutung der Arbeitssicherheit.

Gerade das Herausnehmen birgt Gefahren, weil von oben nicht immer zu erkennen ist, ob von den Dornen verdeckte Lattungen brüchig sind. Daher wird nur noch mit Gerüst, beziehungsweise angeseilt gearbeitet.

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Die abschnittweise Erneuerung der Bedornung ist eine Daueraufgabe der Gradierwerkunterhaltung, schließlich weisen die acht Meter hohen Dornenwände, einschließlich des neusten Gradierwerks im Kurpark Bad Münster am Stein und der beiden kleinen Gradierwerke im Kurpark Bad Kreuznach eine Gesamtlänge von 1.350 Metern auf.

Bestückt wird beidseitig – also auf einer Fläche von über zwei Hektar.

Die externen Gesamtkosten (ohne Eigenleistungen) für die Arbeiten am Gradierwerk 4 liegen bei 110.000 Euro.

Für die kommenden Jahre steht nicht nur die Betonsanierung mit einem Kostenvolumen von 2,2 Millionen Euro auf dem Plan, auch die Unterhaltungsmaßnahmen müssen in erheblicher Größenordnung durchgeführt werden.

Bei einer Lebensdauer von etwa 15 Jahren steht nun ein neuer Sanierungszyklus an.

 

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