BAD KREUZNACH -30.10.17- Kreuznacher Polizeibeamter wird Lebensretter für einen Leukämiekranken

 

 

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Bad Kreuznach
KREUZNACHER POLIZEIBEAMTER WIRD LEBENSRETTER FÜR EINEN LEUKÄMIEKRANKEN
>>> Polizeioberkommissar Thomas Kleinz weiß: Irgendwo in Deutschland gibt es einen Leukämiepatienten, der um sein Leben kämpft. Der Mann ist über 60 Jahre alt und -wie sich unlängst herausgestellt hat- der genetische Zwilling von Kleinz.
>>> Weitere Typisierungsaktionen in Roxheim und Kirn

 

Quelle (auch Foto): Stefan-Morsch-Stiftung

 

BAD KREUZNACH -30.10.1-. Polizeioberkommissar Thomas Kleinz weiß: Irgendwo in Deutschland gibt es einen Leukämiepatienten, der um sein Leben kämpft. Der Mann ist über 60 Jahre alt und -wie sich unlängst herausgestellt hat- der genetische Zwilling von Kleinz.

Mehr weiß der Bad Kreuznacher Polizist nicht, außer, dass er mit seiner Stammzellspende das Leben des Mannes retten kann.

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Nahezu täglich sind Teams der Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands erster Stammzellspenderdatei unterwegs in ganz Deutschland, um neue potenzielle Stammzellspender zu registrieren.

Einmal im Jahr werden die Absolventen der Landespolizeischule des Landes Rheinland-Pfalz am Flughafen Hahn über die mögliche Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke informiert.

Für Kleinz, 2007 in Ausbildung auf dem Hahn, war es damals selbstverständlich, sich typisieren zu lassen.

Motivation für Kleinz war nicht zuletzt ein Typisierungsaufruf unter der Überschrift „Hilfe für Corinna“, der ein Jahr zuvor für eine junge, erkrankte Polizeibeamtin gestartet worden war.

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Fast zehn Jahre später hat er jetzt einem an Leukämie erkrankten Menschen mit einer Stammzellspende die Chance gegeben, den Blutkrebs zu besiegen.

Ende Mai bekam Kleinz einen ersten Anruf der Stefan-Morsch-Stiftung und erfuhr, dass er in die engere Auswahl kommt, weil seine Gewebemerkmale mit denen eines Patienten übereinstimmten, der dringend eine Stammzellspende benötigte.

Kleinz stand zu dieser Zeit kurz vor der Hochzeit.

Dennoch zögerte er nicht, die angeforderte Bestätigungs-Blutprobe abzugeben.

Es fügte sich zeitlich optimal: nach Hochzeit und Flitterwochen-Urlaub kam die Info, dass er der optimale Stammzellspender für den Patienten ist.

„Ob er als Spender zur Verfügung steht?“ – dabei gibt es für den jungen Polizeibeamten, keinen Zweifel: Kleinz will helfen!

Es folgt eine Reihe von Voruntersuchungen, ein kompletter Check-up seines Gesundheitszustandes und eine umfassenden Aufklärung über Chancen und Risiken der Stammzellspende.

Jetzt spendete er, gut gelaunt und begleitet von seiner Frau, in der Apherese-Station der Stefan-Morsch-Stiftung im rheinland-pfälzischen Birkenfeld, Stammzellen.

Weniger als fünf Stunden hat die ganze Prozedur gedauert, während derer er sich mit Gesprächen und Videofilmen die Zeit vertrieb.
Kleinz fühlt sich bei der gemeinnützigen Stefan-Morsch-Stiftung bestens aufgehoben: „Es ist so einfach ein Menschenleben zu retten. Ich würde jederzeit wieder spenden.“

Der sympathische junge Polizeibeamte, der im Wechselschichtdienst arbeitet und als seine Hobbys Gartenarbeit und Motorradfahren anführt, fühlt sich von Freunden, Bekannten und Kollegen optimal unterstützt.

Von seinem Arbeitgeber bekam er selbstverständlich Sonderurlaub für die Stammzellspende. Thomas Kleinz hofft, dass das Transplantat gut angenommen wird und es dem Patienten bald besser geht. Irgendwann möchte er den Empfänger gerne kennenlernen.

Dies ist allerdings erst nach zwei Jahren möglich, so die gesetzliche Vorschrift, die für Deutschland gilt. Danach kann ein direkter Kontakt hergestellt werden, wenn beide Seiten einverstanden sind.

Kleinz würde ihn auf jeden Fall gerne einmal treffen.

Gemeinsam mit dem DRK Blutspendedienst West und den DRK Ortsvereinen ruft die Stefan-Morsch-Stiftung regelmäßig zur Blutspende und Typisierung auf.

Die nächsten Termine im Kreis Bad Kreuznach, bei denen man sich während der Blutspende als Stammzellspender bei der Stiftung registrieren kann, lauten:

Mittwoch, 8. November, 18 bis 21 Uhr
Roxheim, Birkenberghalle, Rüdesheimer Straße 12

und

Freitag, 10. November, 16.30 bis 20 Uhr
Kirn, Feuerwehrhaus, Teichweg 5

Die Stefan-Morsch-Stiftung mit Sitz in Birkenfeld ist die erste Stammzellspenderdatei Deutschlands.

Unter dem Leitmotiv “Hoffen – Helfen – Heilen“ bietet die gemeinnützige Stiftung seit 1986 Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke.

Hauptziel der Stiftung ist, Menschen zu werben, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen.

So werden täglich Stammzell- oder Knochenmarkspender aus der stiftungseigenen Spenderdatei mit mehr als 450 000 potentiellen Lebensrettern weltweit vermittelt.

Die Stiftung ist Mitglied der Stiftung Knochenmark- und Stammzellspende Deutschland (SKD).